Im Rahmen einer Einladung, durch den sympathischen Chef der Villa Merton, André Großfeld, konnte ich an einem Ladies Lunch, und einem Interview der speziellen Art teilnehmen. Die F.A.Z. Redakteurin für Bildung, Kulinarisches und Lebensart Jacqueline Vogt, sprach mit der reizenden Christina Ringer, über aktuelle Gastrotrends in Frankfurt.  Was war für mich das Fazit? Für viele Einheimische ist Frankfurt, gefühlt, immer noch ein Dorf mit Hochhäusern. Allerdings bemüht die Stadt sich, dem Anspruch einer Metropole gerecht zu werden. Was dem Münchner der Biergarten, ist dem Frankfurter die Apfelweingastronomie. Es gab zwar in den vergangen Jahren auch spannende Neueröffnungen, aber wenn wir von Authentizität sprechen, kommt man am Lorsbacher Thal mit über 40-50 Sorten Apfelwein, und bodenständiger Äpplerküche nicht vorbei. Ich mag das Flair  der Kneipen in Sachsenhausen, wenn der Asiate neben dem klassichscne Touristen, oder dem Anzugträger sitzt. Aber Ebbelwein kann auch anders. Die charmante Inhaberin des alten Traditionsunternehmen Dr. Höhls, Dr. Johanna Höhl-Seibel, stellte ihre hochwertigen Produkte vor. Die Palette reicht vom Bio-Apfelessig, geeignet für Detoxkuren, bis zu hochwertigen WeinCuvées, der Pomp Linie. Es handelt sich um Cuvées aus Rieslingsekt und Champagner- Reinette, wirklich empfehlenswert. Ich fand auch auch die neuen alkoholfreien Bio-Aperitife absolut spannend, und die kommen definitiv bei mir in den Keller.  Die Produkte kann man auch in der gehobenen Frankfurter Gastro Szene verkosten, oder schaut doch mal auf die sehr schöne Website.

Das Motto der Einladung zum Luncheon hiess,  “Vom Handkäs bis zur Gourmetküche.” Fraglos ist, dass die Spitzengastronomie immer mehr von asiatischen Einflüssen geprägt wird, aber asiatisch ist nicht nur Sushi. Einer der renommiertesten Japaner in Frankfurt ist immer noch das Sushimoto, und als Szenetreff das Moriki. Leider fehlt in Frankfurt ein spread on, an gehobener Japanischer und chinesischer Küche, wie es das in Düsseldorf gibt.
Dafür ist die Mittagstischkultur in Frankfurt deutlich stärker ausgeprägt, als in anderen Großstädten. Mir ist es letzte Woche aufgefallen, als ich mal wieder im Meyer ´s verabredet war. Die ganze Fressgasse wird ab 12:00 von Menschen aus den umliegenden Türmen geflutet, die im Stehen, im Sitzen, im Gehen ihren Lunch einnehmen. Ohne Reservierung im Meyers´s no Chance. Es war übrigens wie immer gut.

Was wird mein nächstes Ziel: das neue Restaurant im Henninger Turm, Franziska, welches gerade im Probebetrieb läuft. Das Restaurant ist schon durch die Lage im 39. Stock, einen Besuch wert. Weiterhin Mitchell und Butlers ein neues Steakhouse am Opernplatz , und ein Tip 7 Swans, vegetarische Küche  mit Stern. Also Leute der Herbst steht vor der Tür , macht was draus. Viel Spaß, und wie sagte der weise Winston Churchill so schön:

“Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.”

 

Dr. HöhlsChristina Ringer

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